DSL-Versorgung im Gemeindebereich

Internet in Lichtgeschwindigkeit

Breitbandausbau abgeschlossen

Dass der Breitbandausbau eine Flächengemeinde wie Schonungen mit vielen Ortsteilen vor besondere Herausforderungen stellt, ist kein Geheimnis. Viele Kilometer Glasfaser müssen verlegt werden, um das schnelle Internet in möglichst alle Haushalte zu befördern. Bis dahin ist es aber noch ein beschwerlicher Weg.

Das Breitbandförderprogramm unterstützt die Kommunen beim DSL-Ausbau: Das Verfahren ist allerdings bürokratisch und äußerst umfangreich. Insgesamt stellt sich die Situation in der Großgemeinde sehr unterschiedlich dar: Erfreulicherweise konnte der eigenwirtschaftliche Ausbau der Telekom in den Telefonvorwahlbereichen 09721, also in Mainberg und Schonungen zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Download und bis zu 40 MBit/s beim Upload der Daten werden künftig dank „Vectoring“ möglich sein. An einigen Stellen mussten hier Straßen und Gehsteige geöffnet, damit Glasfaserkabel in bestehende unterirdische Leerrohrsysteme eingezogen werden können. Mittels Glasfaseranbindung kommt das Internet in „Lichtgeschwindigkeit“ bei den Kabelverzweigerkästen und den neu zu errichteten Multifunktionsgehäuse an (siehe Foto). Die letzten Meter bis ins Haus wird das Breitband-Internet dann über die bestehenden Kupferleitungen geführt. Das Vectoring ist eine spezielle Kanalkodierung, die die Störungen auf den Kupferkabeln reduziert und so die Übertragungsrate deutlich steigert. Am Haus und in der Wohnung des Kunden fallen so keine baulichen Maßnahmen an. Allerdings werde auch nichts automatisch umgeschaltet, wer dieses schnelle Internet nutzten wolle, müsse sich in diesem Fall mit der Telekom in Verbindung setzen.

Breitbandförderprogramm: Vergabe fällt auf Telekom - Kooperationsvertrag unterschrieben

Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau im Rahmen des bayerischen Breitbandförderprogramms in den Ortsteilen Forst, Waldsachsen und Abersfeld gewonnen. Rund 1.000 Haushalte können nach dem Netzausbau mit hoher Geschwindigkeit im Netz surfen. Das neue Netz wird dank moderner Technik so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich ist. Die Großgemeinde Schonungen und die Telekom haben dazu heute einen Vertrag unterschrieben. Die Telekom wird in Forst, Waldsachsen und Abersfeld im Rahmen des Ausbaus unter anderem rund 18 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und 9 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und mit neuester Technik ausstatten.

Vorangegangen ist im Zuge des Breitbandförderprogramms das vorgeschriebene Markterkundungsverfahren um Ausbaupläne von Telekommunikationsunternehmen in den kommenden drei Jahren in Erfahrung zu bringen. Die Ortsteile Mainberg, Schonungen, Marktsteinach und Hausen werden demnach eigenwirtschaftlich durch die Telekom erschlossen. Die Ortsteile Reichmannshausen, Löffelsterz und Rednershof über FPS angebunden. Damit sind die von den eigenwirtschaftlichen Plänen betroffenen Orte vom Breitbandförderprogramm ausgeschlossen, was Gemeinderat und Bürgermeister sehr bedauern.

„Für Arbeitnehmer mit Home Office, Selbstständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil, der sich auch positiv auf den Wert einer Immobilie auswirkt.“

„Wir danken der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagt Michael Gstädtner, Vertriebsbeauftragter der Telekom. „Wir werden beim Ausbau neueste Internet-Technik verwenden und Forst, Waldsachsen und Abersfeld damit zukunftssicher machen.“

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Kabel verlegt und neue Straßenverteiler aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse nur zwölf Monate.

Um schnelle Anschlüsse für alle Haushalte im förderfähigen Erschließungsgebiet in der Gemeinde in kurzer Zeit und in hoher Qualität anbieten zu können, verlegt die Telekom Glasfaserkabel bis in die Verteilerkästen am Straßenrand. Die Verteilerkästen werden mit intelligenter Technik ausgebaut. Hightech findet sich hier auf engstem Raum. Das Herzstück ist der MSAN (Multi Service Acces Note). Er nimmt die Datenpakete aus dem Glasfaser entgegen und verteilt sie auf die Kupferkabel der Kundenanschlüsse und umgekehrt. In der Regel werden in Forst, Waldsachsen und Abersfeld Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s an den Anschlüssen zur Verfügung stehen: Der Ausbau muss innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein.

208.000 Euro für den Breitbandausbau - Förderquote von 90%

Schonungen ist es wieder gelungen einen überdurchschnittlich hohen Zuschussbescheid für ein gemeindliches Infrastrukturprojekt zu bekommen. Im Fokus steht diesmal die Breitbandversorgung der Ortsteile mit schnellem Internet. Der Bayerische Finanzminister Markus Söder übergab Bürgermeister Stefan Rottmann eine Finanzspritze von über 208.000 Euro mit einer Förderquote von 90%.

Der Breitbandausbau muss in den Ortsteilen innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein, kündigt Bürgermeister Stefan Rottmann an.

Stellungnahme Kooperationsvertrag

Die Stellungnahme der Gemeinde Schonungen bezüglich der Vorlage des Kooperationsvertrages bei der Bundesnetzagentur im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen im Freistaat Bayern (Breitbandrichtlinie - BbR) kann im nachstehendem PDF Dokument eingesehen werden.

 

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