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17.03.2017

Kanalbau in der Großgemeinde macht deutliche Fortschritte

Entwässerungsanlage wird umfassend modernisiert – über 15 Millionen Euro investiert die Gemeinde

Der Kanalbau in Schonungen und seinen Ortsteilen ist weiter auf dem Vormarsch: Insgesamt über 15 Millionen Euro investiert die Gemeinde und modernisiert damit umfassend die Entwässerungseinrichtungen. Ein ehrgeiziges Projekt, das an einen straffen Zeitplan gekoppelt ist: Bis ins Jahr 2021 muss nämlich das umfangreiche Maßnahmenpaket in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt abgearbeitet sein.

Nicht nur auf den Baustellen werden Mensch und Maschine gefordert sein, auch Verwaltungen und Fachplanungsbüros arbeiten fieberhaft an der Umsetzung. Bürgermeister Stefan Rottmann zeigte sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird. Alleine in den vergangenen drei bis vier Jahren konnte fast ein gutes Dutzend große Kanalbaumaßnahmen erfolgreich zum Abschluss gebracht bzw. begonnen werden. Dazu zählt die Neuausrichtung der Entwässerungsanlagen im gesamten ehemaligen Altlastgebiet, die Kanalverbindungsleitung Marktsteinach-Schonungen oder die Kanalverbindungsleitung Waldsachsen-Marktsteinach, die zwischenzeitlich fertig gestellt wurden. Auch am Forster Dorfanger wurden die Kanäle komplett erneuert – in Rednershof wurde gar die gesamte Kanalisation und eine Kläranlage neu gebaut. Die neuen Enwässerungseinrichtungen im Gewerbegebiet Tiefer Graben oder am Neubaugebiet „Forster Weg“ wurden ebenfalls vom Bauamt der Gemeinde erfolgreich zur Umsetzung gebracht hat. Der Kanalbau am Schulweg/Finkenweg/Schaftrieb ist erst kürzlich abgeschlossen worden und die Pumptechnik in Schonungen umfangreich erneuert worden.

Aktuell beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Kanalprojekt Mainblick/Kreuzbergring/Dachleite in Schonungen. Gerade bei ergiebigen Starkregenereignisse ist die Kanalisation, gerade auch aufgrund der Topographie, dort akut hydraulisch überlastet. Teilweise schießt das Wasser aus den Gullis und ergießt sich in Keller. Das soll schon bald der Vergangenheit sein. Christian Rossmann vom Ingenieurbüro Hossfeld & Fischer informierte eingehend über die anstehende Baumaßnahme: Bis zu sieben Meter tief liegt der Kanal im Untergrund, was entsprechend breite Baugruben erfordere. Einher geht die Erneuerung anderer Sparten wie beispielsweise der Wasserversorgung. Am 06. April 2017 um 17.30 Uhr lädt die Gemeinde zu einer Anliegerversammlung in das Rathaus (Sitzungssaal) ein.

Aber auch weitere Kanalgroßprojekte stehen in diesem Jahr an. Dazu gehört beispielsweise die Verbindungsleitung Marktsteinach/Löffelsterz. Die Trassenführung steht nun weitestgehend fest und wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Staatsforsten abgeklärt. Etwa 2,6 Kilometer verläuft der Kanal überwiegend im Waldgebiet. Auch hier lud Bürgermeister Stefan Rottmann Anlieger und interessierte Bürger gleichermaßen zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus ein: „Transparenz und Offenheit sind mir persönlich sehr wichtig – wir müssen die Bürger rechtzeitig mitnehmen!“

In Marktsteinach selbst soll der Hauptsammler vom Wildenstall beginnend bis hin zum geplanten Regenrückhaltebecken und Regenüberlaufbecken am Ortseingang erneuert, aber vor allem vergrößert werden. Die Maßnahme soll ebenfalls in 2017 starten.

Bürgermeister Stefan Rottmann stellte heraus, dass es gelungen sei, den vormals geplanten Bauumfang gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt nochmals zu reduzieren: Aufgrund der Analyse von Schmutzwassersimulationsberchnungen konnten beispielsweise Retentionsfilterbecken eingespart werden. Erfreulich ist vor allem auch die beachtlich hohe Förderung für die Verbindungstrasse Löffelsterz-Marktsteinach.

Das Regenrückhaltebecken und Überlaufbecken in Marktsteinach ist ebenfalls in der Umsetzung für 2017 vorgesehen. Allerdings müssten noch Hochwasserbelange, sowie Grenzabstände zur Staatsstraße eingehalten werden. Um die Interessen des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Straßenbauamtes zu berücksichtigen, soll ein gemeinsames Gespräch vereinbart werden. Allerdings ist noch eine Hochwassersimulationsberechnung abzuwarten, wie Christian Rossmann betont.

 



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