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11.04.2017

Übergabe der Stabilisierungshilfen im vergangenen Jahr im Heimatministerium in Nürnberg
Übergabe der Stabilisierungshilfen im vergangenen Jahr im Heimatministerium in Nürnberg

Erneute Bewerbung um Mittel aus dem Stabilisierungshilfefonds

Gemeinde hält konsequent am Reformkurs fest

Der Reform- und Konsolidierungskurs Schonungens soll konsequent fortgesetzt werden, das forderte Bürgermeister Stefan Rottmann in der letzten Gemeinderatssitzung. Die jüngst einstimmig verabschiedete Beschlussvorlage sieht die Bewerbung um eine dritte Rate der Stabilisierungshilfen vor. Kämmerin Andrea Pfrang arbeitet nun ein umfangreiches Antragspaket aus, dass fristgerecht über das Landratsamt an die Regierung von Unterfranken eingereicht werden soll.

Bisher ist es der Gemeinde erfolgreich gelungen, beachtliche Fördergelder für die Rückzahlung von Altschulden und Bewältigung von kommunalen Pflichtaufgaben zu generieren. Nach 2015 mit insgesamt 500.000 Euro, erhielt die Großgemeinde Schonungen im vergangenen Jahr weitere 600.000 Euro aus den Händen des Finanzministers Dr. Markus Söder.

Im Rahmen seiner Haushaltsrede übte sich der Bürgermeister angesichts des Aufwärtstrends in vorsichtigen Optimismus. Natürlich sei es an dieser Stelle aber noch viel zu früh Euphorie zu verbreiten: Zu viele Altschulden und ein vergleichsweise hoher Investitionsstau sind noch abzubauen. „Nüchtern betrachtet spielt uns auch eine gut laufende Konjunktur in die Hände, vor allem haben wir uns aber selbst mit einem umfassenden und beispiellosen Reformprogramm deutliche Spielräume ermöglicht.“, sagt Rottmann.

Man werde sich auf dem bisherigen Reformprogramm aber nicht ausruhen, sondern weiter fortschreiben: Weitergehende Maßnahmen wie ein umfangreiches Organisationsgutachten für Rathaus, Bauhof/Forstbetrieb mit Hallenbad sind aktuell in der Umsetzung. Mieten kommunaler Liegenschaften wurden nochmals der Marktlage entsprechend angepasst.

Der Bürgermeister sieht es nach wie vor als zwingend notwendig an, Schonungens Finanzen grundlegend zu erneuern, vorausschauend  und nachhaltig zu planen und zu wirtschaften um Möglichkeiten, Chancen und Handlungsspielräume für die Zukunft zu schaffen. „Bei allem Tun und Handeln muss es unser Ziel sein, unseren nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge, sondern geordnete finanzielle Verhältnisse und eine intakte Infrastruktur zu hinterlassen.“, fordert Rottmann.

Allerdings brauche es noch viel Geduld, Disziplin und Ausdauer, aber kleine Erfolge müssen die Gemeinde zum Weitermachen anspornen, sagt der Bürgermeister. Ausdrücklich bedankt sich Rottmann für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung beim Freistaat Bayern sowie der Regierung von Unterfranken. Die Förderung sei allerdings hart erarbeitet, deswegen habe man die Förderung in erster Linie den Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die den eingeschlagenen Kurs unterstützen und mittragen. Ob die Bewerbung erfolgreich sein wird, zeigt sich im November, wenn der Verteilerausschuss über die Mittel entscheidet. Bisher ist es nur Schonungen als einzige Kommune des Landkreises gelungen, mit einem beispiellosen Haushaltskonsolidierungskonzept, Stabilisierungshilfen zu erhalten. 



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