neutral.jpg

Aktuelles

Zurück


09.02.2020

Nur wenige Zentimeter sitzt der Stamm vom Kanalbauwerk entfernt: Bei der anstehenden Kanalbaumaßnahme würde der Baum stark in Mitleidenschaft gezogen.
Nur wenige Zentimeter sitzt der Stamm vom Kanalbauwerk entfernt: Bei der anstehenden Kanalbaumaßnahme würde der Baum stark in Mitleidenschaft gezogen.

Vorbereitungen für Hausener Dorferneuerung in vollem Gange

Fällung der Eibe an der Kreuzung Hausener Hauptstraße/Mühlenweg

Die Vorbereitungen auf das große Dorferneuerungsprojekt Hausener Hauptstraße und Kirchplatz sind im vollen Gange. Bekanntlich müssen dort Teile des Hauptkanals und unzählige Hausanschlüsse erneuert werden. Auch die Wasserleitungen und andere Ver- und Entsorgungsleitungen werden in dem Zuge gleich mit erneuert. Wie Bürgermeister Stefan Rottmann in der jüngsten Sitzung der Teilnehmergemeinschaft berichtet, müssen die Arbeiten zügig ausgeführt werden, da die Gemeinde mit Zuschüssen in Millionenhöhe bis Ende 2021 rechnet, die zeitlich aber befristet mit der Ausführung zusammenhängen.

Die Beschlusslage der Gemeinde sieht dann im Anschluss vor, dass eine großangelegte Neugestaltung der Oberflächen durchgeführt werden soll. Mehr als 1,7 Mio. sind für die Herstellung sämtlicher Straßen-, Park- und Grünflächen vorgesehen.

Ein besonderes Nadelöhr stellt die Kreuzung zwischen Hauptstraße und Mühlenweg dar. Intensiv wurde dabei über den Erhalt der „Eibe“ beraten und zahlreiche Fachleute herangezogen. Nur wenige Zentimeter sitzt der etwa 60 Jahre alte Baum vom Kanal entfernt. Es steht zu befürchten, dass der Baum nachhaltigen Schaden durch die Baumaßnahmen nimmt. Der Eingriff in den Untergrund betriff vor allem das Wurzelwerk. Auch bei den späteren Verdichtungsmaßnahmen wird der Baum in Mitleidenschaft gezogen. Die bisherigen Pläne, die durch die Hausener Vertreter in der Teilnehmergemeinschaft beschlossen wurde, sieht dort eine Gehwegverbindung zur Bushaltestelle vor. Wenn der Baum an der Stelle stehen bliebe, wird es definitiv zu Erschwernissen in der Umsetzung der Baumaßnahme kommen, was mit zeitlichen Verzögerungen und Mehrkosten verbunden ist. Außerdem ist dann nicht klar, ob der Baum die Maßnahme gesund übersteht.

In der jüngsten Sitzung der Teilnehmergemeinschaft wurde von allen Seiten bestätigt, dass der Baum äußerst ungünstig direkt an der Grenze und Ecke des Grundstücks sitzt. Die Grünexperten des Amtes für Ländliche Entwicklung sprachen sich gegen den Erhalt der Eibe aus. Das notwendige Aufasten des Baums beeinträchtigt die Optik des gerade gewachsenen Baums. Zudem hat eine Probefahrt ergeben, dass im Bedarfsfall ein Einbiegen der Busse von der Hauptstraße in den Mühlenweg nicht möglich ist.  Aufgrund der Baumaßnahmen an der Hauptstraße kommt es auf eine alternative Busanbindung von Hausen an, die dann über den Mühlenweg gewährleistet werden könnte.

Aufgrund der Brutzeit sind Fällungen nur bis Ende Februar möglich, weswegen endgültig über den Erhalt der Eibe entschieden wurde. Es wurde in allen Richtungen diskutiert, bis hin zu einem möglichen aber aufwendigen Versetzten des Baums. Mit 9:1 Stimmen sprach sich die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft deshalb für die Fällung aus. Die Untere Naturschutzbehörde hat darum gebeten, den Baum möglichst unverzüglich zu fällen.

Bekanntlich hat die benachbarte Brauerei das Gartengrundstück gekauft, um dort private Parkplätze für die Gäste zu errichten. Um während der Baumaßnahme Stellplätze vorzuhalten, wurde bereits mit der Herstellung der PKW-Parkflächen begonnen. Für die Neugestaltung der Kreuzung, hat die Gemeinde Teile des Grundstücks vermessen und gekauft – vor allem auch Fläche für den Gehweg zu gewinnen.

Dagegen gibt es durch die enge Bebauung in der Hauptstraße keine Möglichkeiten der Erweiterung.

 



Zurück