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27.02.2018

Vom OP direkt in die "Alte Kirche"

kam der Chefarzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Endoprothetik Dr. med. Matthias Blanke vom Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt sowie der Geomed Klinik Gerolzhofen am vergangenen Freitag.

Zunächst begrüßte 1. Bürgermeister Stefan Rottmann die Anwesenden sehr herzlich. U.a. wies er darauf hin, dass man diese Räumlichkeiten auch für Feiern jeglicher Art anmieten könne (die Kulturbühne e.V. hatte kürzlich erst Tische hierfür angeschafft). Dann übergab er das "Ruder" an den Referenten zum Thema "Junge Knochen, alte Knochen, neue Knochen". Dr. Blanke erzählte zunächst etwas über seinen Werdegang als Arzt/leitender Oberarzt/Chefarzt und man erfuhr, dass er z.B. in seiner langjährigen Tätigkeit zahlreiche Spitzensportler operiert und betreut hatte (1. FCN, SpVgg Greuther Fürth, Europameister Kickboxen, Basketball-Profis etc.). Aktuell ist er Mannschaftsarzt des Eishockeyvereins Mighty Dogs Schweinfurt, seit 5 Jahren am Leo SW und seit 2016 gleichzeitig an der Geomed Klinik Gerolzhofen als Chefarzt tätig.

Anhand von Fotos - dokumentiert an der großen Leinwand - erfuhr man, das Dr. Blanke erst kürzlich einem 101-jährigen Mann ein künstliches Hüftgelenk sehr erfolgreich eingesetzt habe. Operationen, bei denen vor Jahren noch sehr große Schnitte nötig waren, könnten heutzutage in modernsten arthroskopischen minimalinvasiven Verfahren durchgeführt werden und selbstverständlich erfolgen diese unter strengsten sterilen Bedingungen, weshalb auch sog. "Astronautenhelme" verwendet werden. Zum Thema Osteoporose und Arthrose erfuhr man, wann z.B. die ACP-Behandlung sinnvoll sei, wie man den gefürchteten Krankenhauskeimen vorbeugen könne und was zukünftig alles im 3D-Verfahren möglich sein wird.

Man hätte dem Chefarzt noch stundenlang zuhören können.

Nach einer kurzen Pause schilderte dann seine von ihm erfolgreich an der Hüfte operierte Patientin und Initiatorin des Abends Renate Blenk ihre Leidensgeschichte: Angeborene und  behobene Hüftgelenksluxation, schmerzfrei bis zum Alter von fast 60 Jahren. Danach wurde ein Bein immer kürzer, so dass sie hinkte, eine Absatzerhöhung und Gehhilfen benötigte. Als nach einigen Jahren ihre Schmerzgrenze erreicht war, meldete sie sich in Werneck zur OP an. Man erklärte ihr dort, dass eine Beinverlängerung wegen des Nerves nur um 2-3 cm möglich sei.

Auf dem Flur des Leopoldina Krankenhauses traf sie dann zufällig Dr. Blanke und fasste,  als er sie auf ihre Hüfte hin ansprach, sofort Vertrauen zu ihm. Obwohl auch er ihr nichts anderes versprechen konnte, entschloss sie sich für eine OP durch ihn und es geschah ein kleines (großes!) Wunder: In einer nicht alltäglichen OP glich er mit Hilfe ihres eigenen Knochenmaterials/Schrauben und der üblichen Titanprothese die inzwischen auf 5 cm angestiegene Beinlängendiffernz aus. Überglücklich schilderte die Patientin, wie sie nun wieder vollkommen gerade und beschwerdefrei gehen und auch tanzen könne. Für diese neugewonnene Lebensqualität sei sie Dr. Blanke unendlich dankbar und sie würde alles wieder genauso machen.

Viele Besucher nahmen dann die Möglichkeit, ihre Fragen und Antworten sofort an Ort und Stelle von einem Experten beantwortet zu bekommen, wahr und man spürte, wie sehr sich der Chefarzt für die Nöte eines jeden Einzelnen interessierte. Wer möchte, könne auch seine von ihm regelmäßig durchgeführte Sprechstunde - nach vorheriger Anmeldung bei seiner Sekretärin - wahrnehmen. Auch Patienten, die in ihrem Körper z.B. noch eine andere "Baustelle" haben, sind in einem für alle Eventuallitäten ausgestattetem großen Krankenhaus wie dem Leopoldina - im Gegensatz zu einer nur auf spezielle OP's fokusierten Klinik - allerbestens aufgehoben.

Mit großem Applaus verabschiedete ein dankbares Publikum Dr Blanke in den "wohlverdienten" Feierabend.

Da leider fast zeitgleich noch einige andere Veranstaltungen in Schonungen stattfanden, konnte Bgm. Rottmann deshalb auch nicht bis zum Schluss bleiben, was er sehr bedauerte.

 



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