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11.03.2020

Große Resonanz bei der Auftaktveranstaltung in Mainberg zur Entwicklung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts
Große Resonanz bei der Auftaktveranstaltung in Mainberg zur Entwicklung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts

Autobahnschild mit Silhouette des historischen Mainberg

Auftaktveranstaltung zur Städtebauförderung mit großer Bürgerbeteiligung

Die Resonanz zur Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung des so genannten „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ für Mainberg war äußerst positiv. Fast alle Stuhlreihen waren belegt, freute sich Bürgermeister Stefan Rottmann. Im Mittelpunkt stand vor allem das „Gehört werden“ und das „Mitmachen“ – schließlich waren mehrere Pinnwände mit verschiedensten Fragestellungen vorbereitet. Auch Ortskarten lagen bereit mit der Aufgabe an die Bürgerinnen und Bürger doch aus ihrer Sicht Treffpunkte bzw. den eigentlichen Ortskern zu markieren. Auf Karteikärtchen sollten die Teilnehmer die Stärken und Schwächen Mainbergs festhalten.

Vorneweg machte Bertram Wegner vom gleichnamigen Städteplanungsbüro aus Veitshöcheim den Mainbergern Mut: Der Ort hat Potenzial. Mainberg verfüge über sehr viel historische und wertvolle Bausubstanz. Der Ortsteil zwischen Schweinfurt und Schonungen ist eingebettet im Maintal zwischen Weinbergen, Wäldern und Streuobstwiesen. Die Verkehrs- und Busanbindung könnte besser nicht sein. Wie Wegner anhand von Zahlen verrät, habe der Ort einen Einwohnerzuwachs erlebt. Positiv sei vor allem, dass nun der Kindergarten nach einem Einbruch vor etwa acht Jahren sich nun vor Kindern kaum retten kann, wie der Bürgermeister stolz berichtet. Viele Immobilien und Objekte werden aufgrund der Nachfrage unter der Hand verkauft – trotzdem gibt es allerhand städtebauliche Missstände die es nun anzupacken gilt. Eigentlich gelangt nur eine Hand voll Kommunen in die Städtebauförderung: Wie der Name schon sagt profitieren in der Regel nur größere Städte und Ballungsräume von der Städtebauförderung.

Wie kann der Main erlebbarer gestaltet werden? Wo und wie könnten künftig Festlichkeiten besser ausgerichtet werden? Wie können künftig Straßen, Wege und Plätze einladender gestaltet werden und der Verkehrsfluss von Auto, Radfahrer und Fußgänger verbessert werden? Welche Treffpunkte und Einrichtungen tun Mainberg gut? Und wo können Grünflächen angelegt und gepflegt werden? Fragen über Fragen wurden vergangenen Montag gesammelt und fotografisch festgehalten. Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen sollen Bürger und Gemeinde dann an die Hand bekommen. Die Städtebauförderung für die Kommune, sowie besondere Abschreibungsmöglichkeiten durch die Ausweisung eines Sanierungsgebietes soll ein wichtiger Impuls für Entwicklungen und Veränderungen geben.

Unter den Teilnehmern der Versammlung war auch Alexander Zeller (Städtebauförderung, Regierung von Utnerfranken) sowie Christine Bender in ihrer Eigentschaft als Vorsitzende des Fördervereins Schloss Mainberg: Sie forderte die Bürger zum „Mitmachen“ auf. Schließlich gehe es darum, das Ortsbild für kommende Generationen nachhaltig zu verbessern und zu verschönern. Eine wichtige Rolle wird dann sicher auch das berühmte Schloss Mainberg spielen. Hier hoffe man auf eine Perspektive und Nutzung, die dem Ort, aber auch der gesamten Region zu Gute kommt. Hierfür müsste dann schließlich auch die Erschließung und Infrastruktur fit gemacht werden.

Von April bis Juli soll durch Ortsrundgänge und Arbeitskreise zielstrebig und konsequent am Entwicklungskonzept und schließlich an konkreten Maßnahmen gearbeitet werden. Im Herbst soll der Bericht mit Projektliste ausformuliert werden. Der Schlusspunkt wird schließlich im Oktober/November mit den entsprechenden Beschlüssen des Gemeinderats erwartet.

Auf großen Zuspruch und Beifall stieß die Ankündigung, ein touristisches Hinweisschild für die Gemeinde und insbesondere für das historische Mainberg an der Bundesautobahn A70 aufstellen zu lassen. Ein entsprechender Antrag liegt bei der Autobahndirektion in Nürnberg seitens der Gemeinde vor. Erfreulicherweise werden unter anderem durch das Regionalbudgets des Amtes für Ländliche Entwicklung Fördergelder erwartet. Das Schild soll die Silhouette von Mainberg mit dem Schloss, die Weinberge und dem Maintal zeigen.

 



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