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03.04.2019

Das Foto zeigt von vorne links den Regionalmanager (Infrastrukturbetrieb Telekom) Klaus Neumann, Bürgermeister Stefan Rottmann, sowie der gemeindliche Bautechniker Lutz Brückner und Klaus Markert (Telekom, Leiter Projekte), Foto: Sebastian Heurich
Das Foto zeigt von vorne links den Regionalmanager (Infrastrukturbetrieb Telekom) Klaus Neumann, Bürgermeister Stefan Rottmann, sowie der gemeindliche Bautechniker Lutz Brückner und Klaus Markert (Telekom, Leiter Projekte), Foto: Sebastian Heurich

Großgemeinde profitiert vom Höfebonus

Schonungen erwartet eine Million Euro Zuschuss

Die Telekom baut ihr Netz in der Gemeinde Schonungen aus. Freuen dürfen sich diesmal vor allem Bewohner von entlegenen Weilern, Mühlen und Gehöften, die bisher keine Chance auf „schnelles Internet“ hatten. Dank direkter Glasfaseranbindung können die Anlieger sogar auf HighSpeed bis zu 1Gbit/s hoffen. Die Telekom wird rund 29 Kilometer Glasfaser verlegen und 8 Glasfasernetzverteiler aufstellen. Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

„Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss“, sagt Stefan Rottmann, Bürgermeister von Schonungen. „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen.“

„Wir danken der Gemeinde Schonungen für das Vertrauen und setzen das Projekt zügig um“, sagt Wolfgang Neumann, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Das Bauen und Betreiben von Netzen ist die Kernkompetenz der Telekom.“

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Als Erstes wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt und Material bestellt. Parallel dazu werden Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen. Zukünftig werden in Schonungen Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s an den Anschlüssen zur Verfügung stehen. Das Glasfaserkabel wird dafür bis in die Häuser gezogen. Damit das möglich ist, müssen die Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben. Das größte Problem sind aktuell die vollen Auftragsbücher der Tiefbaufirmen.

90% Zuschuss winken der Gemeinde für den Ausbau in den Bereichen, die von den bisherigen Ausbauprogrammen noch gar nicht profitieren konnten und daher keine Bandbreiten von 30 Mbit/s erhalten. Profiteur ist diesmal beispielsweise der Weiler Reichelshof oder die Mühlen zwischen Schonungen und Marktsteinach. „Gerade in entlegeneren Siedlungsgebieten könne man mit einer hervorragenden Glasfaseranbindung Leerständen vorbeugen“, ist sich Bürgermeister Stefan Rottmann sicher. Auch das Thema „Homeoffice“ spielt zunehmend eine größere Rolle. Im Rahmen der vorgeschriebenen Markterkundung war kein Unternehmen bereit, den Ausbau in den kommenden drei Jahren eigenwirtschaftlich zu stemmen. Damit war der Weg frei für den „Höfebonus“: Ein Förderprogramm, das den Glasfaserausbau gerade in Kommunen mit vielen Ortsteilen begünstigt.

Für den weiteren Glasfaserausbau investiert Schonungen eine stolze Summe von 1,174 Mio. Euro. Etwas mehr als 1 Mio. Euro fließen als Zuschuss zurück in die Gemeindekasse. Es bleibt darüber hinaus aber auch die Hoffnung, dass durch die kilometerlangen Glasfasertrassen am Ende noch weitere Anlieger oder auch zukünftige Breitband- und Mobilfunkprojekte profitieren. Jedenfalls stelle die Gemeinde einmal mehr unter Beweis, dass sämtliche Fördertöpfe aber auch Entscheidungsspielräume zu Gunsten der Bürger ausgelegt werden.

Gleichwohl stellt Bürgermeister Stefan Rottmann fest, dass man aufgrund der Förderreglungen und Gesetzgebungen an Grenzen stoße, die sowohl im Gemeinderat, der Verwaltung und in der Bürgerschaft auf Unverständnis stoße. Die trotzdem noch uneinheitlichen Ausbaustufen und Breitbandtarife im Gemeindegebiet kritisierte Rottmann deutlich und erhoffe sich endlich Antworten aus der Politik.

 



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