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03.08.2018

Voller Empfang in Reichmannshausen und Löffelsterz

Mobilfunkmasten sind ab sofort in Betrieb

Was wurde in den vielen Jahren nicht alles berichtet und gesendet über die lästigen Mobilfunklöcher in den Schonunger Ortsteilen Löffelsterz und Reichmannshausen. Am Ende waren es wenige Handgriffe und ein Knopfdruck bis der Mobilfunkmast dann schlussendlich den Betrieb aufgenommen hat. Fünf Balken auf dem Handydisplay zeigen es schwarz auf weiß: Reichmannshausen, das einst prominenteste Funkloch Deutschland hat jetzt vollen Empfang. 

„Halleluja“, schreibt der Bürgermeister und freut sich über die neueste Errungenschaft. Gleichzeitig dankt er allen Bürgerinnen und Bürgern, die viel Ausdauer und Geduld beweisen mussten und die Protestaktionen der Gemeinde so hervorragend unterstützt haben. „Hartnäckigkeit, Einsatzbereitschaft und starke Nerven haben sich am Ende dann doch ausgezahlt um die großen Mobilfunkkonzerne und unsere Politiker endlich zum Handeln zu bewegen.“ Dank sprach Rottmann aber auch dem Unternehmen Vodafone aus, die am Ende nicht gekniffen haben, sondern zielstrebig und zügig die neuen Mobilfunkmasten realisiert haben. 
 

Rund tausend Bürger und dutzende Unternehmen aber auch die Gastronomie, der Golfplatz und das Landschulheim profitieren nun von den neuen Mobilfunkstationen in Reichmannshausen und im Nachbarort Löffelsterz. Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von bis zu 40 Metern und werden mit den Technologien GSM 900 und LTE 800 ausgestattet sein. Damit ist jetzt Highspeed-Internet und kristallklare Telefonie möglich, verspricht der Mobilfunkkonzern.

Nichts wurde unversucht gelassen: Briefe geschrieben, Unterschriften gesammelt, Ortstermine mit Politikern und Mobilfunkunternehmen durchgeführt – ja sogar Demonstrationen organisiert und bundesweite Medienpräsenz erreicht. Auf höchster Ebene wurde nun der Mobilfunkausbau für Löffelsterz und Reichmannshausen durch die Konzernzentrale bei Vodafone entschieden. In einem zweiten Schritt könnte dann auch Marktsteinach noch durch Vodafone versorgt werden: Notwendig ist dazu allerdings eine Leerrohrverbindung, die aktuell im Zuge des Kanalbaus zwischen den beiden Ortschaften erstellt wird.

Überhaupt war der Mobilfunkausbau auch ein Kraftakt für die Gemeinde: Zuallererst musste ein geeignetes Grundstück gefunden werden. Dazu brauchte es auch eine Wegeerschließung und Versorgungsleitungen. Mit Pächtern und Anliegern, aber auch mit den Naturschutzbehörden mussten Gespräche geführt werden. Verträge und Vereinbarungen über die Nutzung und Haftung des zur Verfügung stehenden Grundstücks mussten getroffen und im Gemeinderat verabschiedet werden. Auch die Planungen mussten durch den gemeindlichen Bauauschuss und die Kreisbaubehörde verabschiedet werden. Viel Papierkram und Abstimmungsbedarf also, den Bürger und schließlich Handynutzer so nicht wahrnehmen.

Auch die Mitbewerber von der Telekom wollen den Mobilfunkausbau in der Gemeinde anpacken: Mit dem Standort Marktsteinach wurde im vergangenen Jahr ein neuer Sendemast erfolgreich in Betrieb genommen. In diesem Jahr ist Hausen an der Reihe. Der ehemalige Fernsehmast wurde saniert und die Statik verbessert. Aufhängungen für die Installation der Sender wurden montiert und Seilzüge angebracht. Jetzt fehlt nur noch die Mobilfunktechnik selbst, die durch die Telekom bereits geordert wurde.

Trotzdem kämpft Bürgermeister Stefan Rottmann weiter energisch für den digitalen Fortschritt: „Wir sind noch lange nicht am Ende:  Wir werden uns weiter dafür einsetzen, bis auch das letzte Haus mit Glasfaser angebunden und über Mobilfunk verschiedener Anbieter erreichbar ist.“, so Rottmann.

 



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