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11.11.2018

Die neue Kinderkrippe in Schonungen ist erst seit wenigen Tagen in Betrieb.
Die neue Kinderkrippe in Schonungen ist erst seit wenigen Tagen in Betrieb.

Großgemeinde Schonungen verjüngt sich

Kaum mehr freie Kindergarten- und Krippenplätze

Regelmäßig einmal im Jahr treffen sich Trägervereine und Kindergartenleitungen zum Austausch mit Bürgermeister Stefan Rottmann. Auch in diesem Jahr sorgte vor allem der anhaltende Babyboom und Zuzug junger Familien in die Großgemeinde für reichlich Gesprächsstoff.

Und so hat Bürgermeister Stefan Rottmann ein Problem, um das ihn so mancher Amtskollege beneidet. Immer öfter stellt sich die Frage: „Wohin mit den vielen Kindern!?“ Kindergärten und Kinderkrippen arbeiten am Anschlag – die Lage hat sich regelrecht zugespitzt obwohl die Gemeinde mit beachtlichen Investitionen tapfer nachsteuert. Und so wurde beispielsweise im vergangenen Jahr der neunte Kindergarten der Gemeinde erfolgreich eröffnet: Der Natur- und Waldkindergarten wurde mit seinen 18 Betreuungsplätzen Dank der Arbeiterwohlfahrt als Träger in Rekordzeit eingerichtet und musste bereits jetzt mit Sondergenehmigung der Nachfrage wegen auf 22 Plätze ausgeweitet werden.

Nicht anders ergeht es dem Kindergarten Liborius-Wagner: In der Turnhalle musste eine ganze Weile provisorisch eine Kindergartengruppe einquartiert werden. Schon vor gut zwei Jahren hat sich die Gemeinde für einen umfassenden Kinderkrippenneubau mit 36 Plätzen ausgesprochen. Ein Millionenprojekt, das sich jetzt schon angesichts des Ansturms auf die Betreuungsplätze ausgezahlt hat. 

Eine Abfrage hat ergeben, dass die knapp 400 Betreuungsplätze von Reichmannshausen bis Schonungen restlos belegt sind und teilweise mit langen Wartelisten gearbeitet wird, lediglich im Kindergarten Waldsachsen gibt es noch vereinzelt Plätze. Zweifelsohne genießen die Kindergärten der Gemeinde einen hervorragenden Ruf und werden aufgrund der individuellen Betreuungskonzepte auch von Eltern außerhalb der Gemeinde gerne nachgefragt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Auswärtige Kinder haben oft das Nachsehen und auch die Mittagsbetreuung von Schulkindern wurde auf ein Minimum zurückgefahren.

Das brachte wiederum die Gemeinde in Zugzwang: Obwohl auch die Grundschule aus allen Nähten platzt und eine Containerlösung zuletzt unumgänglich schien, wurde eine ehemalige Hausmeisterwohnung im ersten Gebäudetrakt nun für die Mittagsbetreuung umfunktioniert. Immer öfter sind beide Elternteile oder auch Alleinstehende berufstätig und auf eine Betreuung händeringend angewiesen: „Zwar gibt es keinen Rechtsanspruch auf Mittagsbetreuung, trotzdem war es uns ein wichtiges Anliegen ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Haus Marienthal zu schaffen!“, erklärte Bürgermeister Stefan Rottmann.

Überhaupt machte der Grundschulneubau in den letzten drei Jahren Schlagzeilen, weil das Raumprogramm der Regierung von Unterfranken aufgrund der gestiegenen Geburtenrate und des Zuzugs in der Gemeinde drei Mal nach oben korrigiert werden musste. Und ob der offene Ganztag mit geplanten 100 Plätzen zur Eröffnung des Grundschulneubaus ausreichend ist, muss sich ebenso weißen.

Die Gemeinde ist fest entschlossen weiterhin kräftig in das Betreuungs- und Bildungsangebot der Gemeinde zu investieren. Aktuell werden neben dem Umgriff der neuen Kinderkrippe in Schonungen auch die Außenanlagen von Abersfeld und Mainberg erneuert. Eine große Spielkombination für den Kindergarten Marktsteinach im Wert von gut 30.000 Euro wurde erst kürzlich beschlossen. Größere Baumaßnahmen stehen bei den Kindergärten in Hausen, Waldsachsen, Abersfeld und Marktsteinach ins Haus.

Das größte Projekt ist und bleibt aber der Grundschulneubau, der eigens in einer Sondersitzung am 27.11.2018 um 19.00 Uhr im Gemeinderat beraten werden soll. Auch die Planungen für die Turn- und Schwimmhallenanierung soll weiterhin zügig vorangetrieben und erste Weichenstellungen getroffen werden.



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