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25.07.2013

Gemeindehaushalt: Einnahmesituation verläuft bisher besser als erwartet.
Gemeindehaushalt: Einnahmesituation verläuft bisher besser als erwartet.
Nicht auf Rosen gebettet, aber solide
Kämmerei zieht Zwischenbilanz zum Haushalt 2013 der Großgemeinde Schonungen
 
Nicht auf Rosen gebettet, aber dennoch solide präsentiert sich der Schonunger Gemeindehaushalt: Dies ist besonders der guten Einnahmesituation geschuldet, wenngleich der enorme Investitionsstau der Kämmerin Kopfzerbrechen bereitet. Im gemeindlichen Haupt- und Finanzausschuss zog Andrea Pfrang nun Zwischenbilanz. In den nächsten Jahren werden Millionenprojekte wie beispielsweise die Altlastsanierung (15 Mio. Euro), Städtebau (4. Mio), Grundschulneubau (5 Mio.) oder Kanalbau (10 Mio.) finanziert werden. „Die Projekte laufen nun alle fast zeitgleich unaufhaltsam in den Haushalt rein!“, sagt Pfrang.
 
Aufgrund verschiedener Verzögerungen durch Planungen, Untersuchungen, der begrenzten personellen Kapazität im Rathaus oder wie im Fall der Altlast, durch eine unvorhergesehene Insolvenz konnten Projekte noch nicht vollständig abgewickelt und abgerechnet werden. Während sich der Verwaltungshaushalt mit einem Ansatz von 11.666.840 Euro wie geplant entwickelt, sieht die Situation im investiven Bereich des Vermögenshaushalts ganz anders aus. Statt der geplanten 10.102.100 Euro konnten nur rund 1,5 Mio. Euro vereinnahmt und 2,6 Mio. Euro verausgabt werden. Die oben aufgeführten Projekte und noch viele weitere Maßnahmen wie die Umgestaltung des Dorfangers in Forst, die Sanierung der Alten Schule in Hausen, das Umfeld des Bahnhaltepunkts… usw… sorgen aktuell dafür, dass die Gemeinde mit hohen Beträgen jonglieren muss: Da der Zeitpunkt der Ausgaben schwer einzukalkulieren bzw. zu definieren sind, gilt bei der Bilanzierung der Grundsatz der Vorsicht, ehe ein Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht werden muss. „Wir müssen erreichen, das aktuell niedrige Zinsniveau für unsere Großgemeinde zu nutzen und möglichst langfristige Zinsbindungen zu erreichen!“, sagt Bürgermeister Stefan Rottmann.
 
Ein großes Manko ist nach wie vor die Tatsache, dass die Großgemeinde auf Bedarfszuweisungen angewiesen ist: Rund 13 Mio. Euro erhält die Gemeinde wegen der Altlast als Finanzspritze, ansonsten wäre an eine Weiterentwicklung nicht zu denken. Im Gegenzug ist die Großgemeinde angehalten Einnahmen zu steigern und Ausgaben zu vermindern. „Es steht alles auf dem Prüfstand!“, wie Kämmerin Andrea Pfrang berichtet. Vor allem das Thema „freiwillige Leistungen“ stößt bei der Bevölkerung oft auf Unverständnis: Egal ob Jugendzuschuss, Vereinsarbeit, Seniorenhilfe… ; „Mit Erhöhung von gemeindlichen Zuschüssen, würden wir die Bedarfszuweisung sehenden Auges aufs Spiel setzen!“, warnt Pfrang. Eine beklemmende Situation, da der Haushalt für Landratsamt, Regierung von Unterfranken oder Finanzministerium absolut gläsern ist: Trotzdem könne man mit innovativen und einfallsreichen Ideen aus wenig, trotzdem viel erreichen.
 
Auch wenn die Situation im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt nur eine Momentaufnahme ist, konnte Pfrang doch einige Lichtblicke verkünden: Im Bereich der Gewerbesteuer beträgt der Haushaltsansatz 732.000 Euro, und das Anordnungssoll beträgt aktuell 836.867,00 Euro. Ähnlich positiv sieht es bei den Straßenunterhaltszuschüssen aus: Der Haushaltsansatz in Höhe von 76.800,00 Euro wurde um 12.220,00 Euro überschritten. Die Gemeinde Schonungen hat 89.020,00 Euro erhalten. Einige weitere Haushaltspositionen lassen weiter hoffen: „Erst am Ende des Jahres sind wir schlauer!“, erklärt Kämmerin Andrea Pfrang.


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