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02.08.2013

Von links: Petro Schiller und Pfarrer Thomas Amrehn
Von links: Petro Schiller und Pfarrer Thomas Amrehn
Wendelinbildstock als neues Mainberger Wahrzeichen
Beispiellose Spendenaktion für den Erhalt des Wendelin
 
Jetzt ist er wieder ein echter Blickfang: Der Hl. Wendelinus thront auf einem mächtigen Sockel in der Grundstraße und erfreut wieder die Mainberger. Lange war das Schicksal des Bildstocks ungeklärt: Die Witterung der letzten Jahre hat dem Denkmal schwer zugesetzt. Selbst das Podium, auf dem die Säule mit der Büste steht, wurde durch den Winterdienst stark in Mitleidenschaft gezogen.
 
Die Gemeinde und vor allem die Bürgerinnen und Bürger krempelten die Arme hoch, um den Bildstock zu retten. „Gerade durch seine exponierte Lage, ist der Bildstock bedeutsam: Fast jeder Mainberger fährt am Wendelin vorbei!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Zusammen mit der Gemeindeverwaltung startete Hubert Feuchter eine beispiellose Spendenaktion: Insgesamt 3.407 Euro konnten eingesammelt werden. Insgesamt lagen die Kosten bei 6.308 Euro, Gemeinde (1.845 Euro) und Bezirk Unterfranken (1.055 Euro) beteiligten sich an den Restkosten.
 
„Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!“, lobte Pfarrer Thomas Amrehn im Zuge der feierlichen Segnung den Künstler. Restaurator Petro Schiller hat nach einer kostengünstigen und effektiven Variante der Restauration gesucht. Die Tätigkeiten der Sanierung des Bildstocks umfasste die Wiederherstellung der Wendelinfigur mit Acrylharzvolltränkung, die Reinigung und Sanierung der beiden Puttos und des Kapitells, sowie das Schließen von Rissen. Um den Wendelin im Winter zu schützen, soll eine Horizontalsperre eingebracht werden. Auch eine fachmännische Dokumentation der durchgeführten Arbeiten für das Landesamt für Denkmalschutz wurde durch Schiller vorgenommen.
 
Historiker Dr. Thomas Horling wusste gerade als gebürtiger Mainberger einiges über die Entstehung des Wendelins zu berichten: Wenngleich sich viele Geheimnisse und Vermutungen um die Geschichte des Bildstocks ranken. Anhand von Ortschroniken und Bildmaterial lenkte er die Aufmerksamkeit auf das neue Mainberger Wahrzeichen. Schließlich gab es am Ende lange anhaltenden Applaus für alle Spender und für den Künstler Petro Schiller.
 


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