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14.11.2019

Foto: Das Foto zeigt von links am Wertholzplatz Forstarbeiter Roland Braun, Milena Hammer (Kämmerei), Forsttechniker Thomas Helmschrott, Forstarbeiter Lukas Zier, Revierförster Rainer Seufert und Bürgermeister Stefan Rottmann
Foto: Das Foto zeigt von links am Wertholzplatz Forstarbeiter Roland Braun, Milena Hammer (Kämmerei), Forsttechniker Thomas Helmschrott, Forstarbeiter Lukas Zier, Revierförster Rainer Seufert und Bürgermeister Stefan Rottmann

Großgemeinde Schonungen gehört zu den größten Anbietern von Wertholz

Schonungens Wertholz steht hoch im Kurs

Woanders werden Kunstwerke, Antiquitäten oder Fundsachen versteigert. Der Wertholzplatz in Seilershausen ist dagegen ein „Auktionsplatz“ der besonderen Art. Holzliebhaber aus dem In- und Ausland pilgern dieser Tage dorthin und überbieten sich gegenseitig. Nur wer das höchste Angebot abgibt hat die Chance, einen der mächtigen Baumstämme zu ersteigern.

Schonungen als größter Waldbesitzer der Region ist in diesem Jahr wieder mit annähernd 200 Festmetern Wertholz vertreten und stellt alleine 10% des Wertholzangebots. Feinsäuberlich liegen da die Baumstämme in Reih und Glied. Mächtige, imposante, teilweise meterdicke Stämme warten auf ihre neuen Besitzer und werden anschließend von Sägewerken, Furnierwerken und Fassmachern weiterverarbeitet. Und so wird aus Schonunger Holz irgendwann ein Möbelstück, Holzspielzeug, Weinfässer oder sogar Unterwäsche gefertigt.

Es ist wie eine „Modenschau“ von wuchtigen Wertholzstämmen, die einen wesentlichen Ertrag des Forstwirtschaftsjahres darstellen, stellt Bürgermeister Stefan Rottmann fest. Mit Nummern versehen und in Listen aufbereitet stehen hunderte Festmeter Holz zum Kauf gegen Höchstgebot. Kämmereimitarbeiterin Milena Hammer kümmert sich dann um die Abrechnungen.

Etwa zwanzig Anbieter sorgen hier für ein erstaunlich breites Angebot. Der Rohstoff Holz ist nach wie vor gefragt wie nie, das bekommt auch der Schonunger Forstbetrieb mit seinen Mitarbeitern zu spüren. Die Erträge alleine aus dem Wertholzverkauf beliefen sich in den letzten Jahren durchschnittlich auf rund 80.000 Euro. Nach wie vor stößt die Eiche auf sehr großes Interesse bei den Käufern, aber auch Linde, Elsbeere und Hainbuche werden nachgefragt. Potentielle Käufer achten dabei auf jedes Detail: Die Maserung, Verfärbungen, Risse oder Vertiefungen können den Preis beeinflussen.

Mit 1.200 Hektar Wald gehört die Großgemeinde zu den größten Waldbesitzern der Region. Zu etwa 90 Prozent bestehen die gemeindlichen Wälder aus Laubholzbeständen. Die Holzpreisentwicklung verlief gerade im Hinblick auf den überwiegenden Eichenbestand im Gemeindewald stabil auf hohem Niveau: Gerade die Preissegmente Fass- und Furnierholz sind für den Forstbetrieb nach wie vor sehr lukrativ. Schonungen setzt bei der Waldbewirtschaftung auf die Nachhaltigkeit: Das ausgearbeitete Forstoperat hat einen jährlichen Zuwachs von 7.900 Festmetern im Gemeindewald pro Jahr ermittelt: Die politische Zielvorgabe liegt bei 6.300 Festmetern, die dem Forst jährlich entnommen wird. Es wächst mehr nach, als dem Wald entzogen wird: Der Waldvorrat steigt kontinuierlich und damit auch die Werthaltigkeit der Forstabteilungen. So lag der Waldbestand 1986 noch bei 149 Festmeter/Hektar, 2010 lag er bereits bei 231 Festmeter/Hektar und soll bis zum Jahr 2030 auf 250 Festmeter/Hektar ansteigen. Mit 19 Hektar kann die Gemeinde zudem auf einen hohen Anteil an Ökoflächen verweisen.

 



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