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01.10.2013

Neue Perspektiven für die Schonunger Schwimmhalle
Schonungens Schwimmbad feiert 40. Geburtstag
 
Eigentlich sieht man dem Schonunger Schwimmbad sein fortgeschrittenes Alter kaum an: Erst vor wenigen Wochen konnte die alljährliche Revision und Umbauarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden, sodass die Schwimmhalle jetzt wieder in neuem Glanz erstrahlt. Seit 40 Jahren gehört das Bad zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen, die die Großgemeinde vorhält. Kämmerin Andrea Pfrang zog in der letzten Sitzung des Gemeinderats nun ein positives Resümee. Vor allem ging es um die Investitionen in den letzten Jahren, um die Gästezahlen, aber auch um die langfristige Perspektive. „Uns muss es gelingen, das Bad noch besser auszulasten, Attraktionen mit kleinen Investitionen aber großer Wirkung zu schaffen, zusätzlich auch ein attraktives Jahresprogramm auf die Beine zu stellen!“, sagte Bürgermeister Stefan Rottmann Eingangs.
 
Die Schonunger Schwimmhalle verfügt schon jetzt über einige kleine Wellness-Attraktionen, wie z.B. die Infrarotkabine, das Solarium und den Warmbadetag am Mittwoch. Denkbar wäre künftig auch die Installation einer Massagedüse oder eine Kletterwand am Beckenrand: Doch vordergründig verstehe man sich als Sport- und Schulschwimmbad. Die Badedauer während der Öffnungszeit ist unbegrenzt, der Eintrittspreis mit 2,-/Erwachsene bzw. 1,60 Euro/Kinder günstig: Hier müsse man offensiv in die Vermarktung. „Die Wassergymnastikkurse der VHS werden genauso gerne angenommen wie die Spielstunde für Kinder“, konnte der Schwimmmeister Andreas Gentner berichten. Eine perfekte Geschenkidee bildet der neue Gutschein für Freieintritte in das Hallenbad Schonungen.
 
Im Jahr 2012 besuchten insgesamt 11.024 zahlende Gäste das Hallenbad, bis zum 30.07.2013 waren es 5.742 Besucher. „Diese Zahlen sprechen für sich!“, so Bürgermeister Stefan Rottmann und zeigen, dass das Hallenbad eine wichtige Einrichtung für Jung und Alt darstellt. Allerdings räumt Kämmerin Andrea Pfrang ein: „Das Bad wird immer ein Zuschussbetrieb bleiben, jedoch wollen wir durch verschiedene Maßnahmen zur Belebung und Steigerung der Attraktivität dem Defizit entgegenwirken!“, gibt Andrea Pfrang die Marschrichtung vor.
 
Die Kämmerin ging in ihrer Präsentation auch auf die wirtschaftliche Seite ein. „Das Hallenbaddefizit liegt bei ca. 150.000 – 160.000 Euro pro Jahr“, „davon entfallen ca. 33 % auf die Personalkosten“. Der Verwaltung und dem Bürgermeister ist es trotzdem sehr wichtig, dass das Hallenbad mit Fachkräften wie dem Schwimmmeister Andreas Gentner geführt wird. Er und sein Bademeisterteam tragen durch kreative Ideen und Anregungen dazu bei, dass das Hallenbad bei den Gästen beliebt ist. Gleichzeitig gilt es aber auch die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten und die umfangreichen technischen Gerätschaften zu beherrschen. Im Vergleich zu anderen Schwimmbädern der Region liegt das wirtschaftliche Defizit in Schonungen aber weit unter dem Durchschnitt. Trotzdem gilt: Das Schwimmbad sei vorhanden, also sollte es best möglichst ausgelastet werden.
 
Der Gebäude- und Grundstücksunterhalt, sowie die Strom- und Heizkosten haben sich in den vergangen Jahren stetig nach oben entwickelt. „Durch den Einbau der neuen Fensterfronten während der Revisionszeit sind wir aber zuversichtlich, dass sich hier Einsparpotenziale ergeben“, so Bürgermeister Stefan Rottmann. Gerade in den Jahren von 2009 – 2013 wurde kräftig in die Schwimmhalle investiert: Insgesamt 566.200 Euro. „Schon alleine die Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage hat mir 231.000 Euro zu Buche geschlagen“, erläuterte Andrea Pfrang. Heuer wurden nochmals rund 40.000 Euro in neue Glasfronten investiert.
 
Um das Hallenbad noch weiter zu beleben und neue Ideen zu generieren, wurde eine Projektgruppe Hallenbad gegründet. Durch die regelmäßigen Treffen versprechen sich alle Beteiligten einen regen Austausch mit neuen Ideen. Zudem soll ein Jahresprogramm mit monatlichen Aktionen erstellt werden. „Das Jahresprogramm bzw. die Aktionen sollen unter Berücksichtigung der rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte umgesetzt werden“, informierte die Kämmerin das Gremium in der Sitzung. Eine Neuerung ist bereits akustisch erlebbar: Seit der Wiedereröffnung im August gibt es zum Badebetrieb wohltuende Hintergrundmusik.  
 
 


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