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30.10.2013

So könnte Schonungens neuer Bahnhaltepunkt bald aussehen
So könnte Schonungens neuer Bahnhaltepunkt bald aussehen
Planungen für Schonungens neue Drehscheibe
Bahnhaltepunkt in neuem Umfeld: Gemeinde nutzt Städtebauförderung
 
Nur einen Steinwurf vom Ortszentrum entfernt, entsteht Schonungens neue Drehscheibe, ja sogar der „Hauptbahnhof“ für die Großgemeinde, wie Bürgermeister Stefan Rottmann im Hinblick auf den Bau des Bahnhaltepunkts erklärt. Bus, Bahn, Pendler, Radfahrer, ja sogar Kanufahrer könnten sich bald am Bahnhof kreuzen.
 
Die Planungen für den Bahnhaltepunkt sind so gut wie abgeschlossen. Bürgermeister und Gemeinderat haben den Entwurfsplan bereits abgesegnet und auch die umliegenden Nachbarn sind in den bevorstehenden Baumaßnahmen eingeweiht. Die Rodungsmaßnahmen im Februar nächsten Jahres sind die ersten Vorboten des ehrgeizigen Infrastrukturprojekts in der Großgemeinde. Der Fahrplanwechsel im Dezember 2014 liegt schon in der Schublade, dann mit der neuen Haltestelle Schonungen.
 
Einer Studie zur Folge könnten in der Oberlandgemeinde bald täglich 300 bis 400 Fahrgäste zusteigen, darunter Studenten, Pendler, Fahrradtouristen und Urlauber. Für die Bahn hat sich die Großgemeinde als wirtschaftlicher Haltepunkt mit einem großen Einzugsgebiet herauskristallisiert. Bürgermeister Stefan Rottmann freut sich über die Investition der Bahn und sieht in dem Haltepunkt einen Standortfaktor und Impuls für die Gemeinde.
 
Als Haltepunkt wurde der Bereich unmittelbar am historischen Bahnhofsgebäude auserkoren, vor allem wegen der bestehenden Unterführung. Richtung Osten verläuft dann beidseitig ein 170 Meter langer Bahnsteig. Der neue Bahnhof verfügt über moderne Anzeigetafeln, Fahrkartenautomat, überdachte Wartezonen und Beleuchtungen. Die Zusteigemöglichkeiten werden von beiden Seiten mit einer Rampenlösung barrierefrei erfolgen. Im Stundentakt sollen die Züge Schonungen passieren, zu Rush-Hour-Zeiten auch öfters. In fünf Minuten geht es mit der Bahn zum Haltepunkt Schweinfurt-Mitte, in acht Minuten ist Hassfurt erreicht. Dank modernster Züge soll der Zeitverlust durch die neue Haltestelle für die Fahrgäste kaum spürbar sein.
 
Die Investition für den Bahnhaltepunkt trägt in vollem Umfang die Deutsche Bahn, auch den Unterhalt und die Verkehrssicherungspflicht. Anders sieht es mit der Umfeldgestaltung aus. Schonungen könnte in den Genuss von Städtebaumitteln kommen. Schließlich liegt der historische Bahnhof und neben liegende Platz im Altortbereich. Grundsätzlich sprach sich der Gemeinderat dafür aus, gestaltend einzuwirken um den Bahnhofsbereich aufzuwerten, auch wenn die Kosten im Blick behalten müssen. Es gehe schließlich nicht darum, möglichst viele Parkplätze zu schaffen, denn die Parkplatznot werde auch mit wenigen einzelnen Stellplätzen nicht gelindert. Dafür sollen südlich an der Jahnstraße genügend Pendlerparkplätze ohne zeitliche Begrenzung für Reisende entstehen, wie Architekt Michael Hübner (Baur Consult) erklärt. Durchgängiges Pflaster, sowie ein einheitliches Beleuchtungskonzept, Begleitgrün und Baumpflanzungen bestärken den Platzcharakter. Es soll erreicht werden, dass Konditorei und Heizungsbauer eine eigene Zufahrt erhalten und damit der Verkehr auf dem dann neuen Bahnhofsplatz unterbunden wird. Die Bushaltestelle rückt für einige Meter Richtung Bahnhaltepunkt: Die Bushaltebucht vor dem historischen Rathaus dagegen soll verschwinden, sodass die gepflasterte „Fußgängerzone“ verbreitert werden könnte. Für Wartende entsteht auf dem Bahnhofsplatz eine rechtwinklige Pergola, außerdem entsteht eine Kurzparkzone für Abholer, sowie überdachte Fahrradständer, so Hübner. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhaltepunkts setzt sich das Pflaster, Beleuchtungskonzept etc… fort. Die Unterführung soll künftig besser wahrgenommen werden und einladender wirken, vor allem für durchreisende Radfahrer. Im direkten Umfeld der Querungsmöglichkeit entsteht ebenfalls eine Art Platz mit Baumpflanzungen. Akzente will der Planer mit kleinen Lichteffekten setzen: So ist angedacht auf der Rückseite der Unterführungs-Wand den Schriftzug „Schonungen“ speziell zu beleuchten. Um den historischen Bahnhof besser in Augenschein zu nehmen, soll ein ausreichend großes Sichtdreieck von der Jahnstraße aus geschaffen werden.
 
Schließlich verständigte sich der Gemeinderat auf Planungsvariante B, die mit 400.000 Euro Investitionskosten zu buche schlägt. Die Kosten sollen im Blickfeld behalten werden, bestenfalls reduziert um den Haushalt nicht zu sehr zu belasten. Nun hofft der Gemeinderat auf hohe Städtebauförderungsmittel und beauftragte die Verwaltung Gespräche mit den Zuschussgebern zu führen und die Planung weiterzuentwickeln. Aufgrund der Baustellentätigkeit rund um den neu zu errichteten Bahnhaltepunkt, werden Baustelleneinrichtungsflächen benötigt, die zunächst eine Oberflächen- und Platzgestaltung unmöglich machen. Die Umfeldgestaltung kann schließlich frühestens im Jahre 2015 erfolgen.
 


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