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07.12.2014

Von links: Lisa Stelzig (DB), Christkind Selma Brüggemann, Landrat Florian Töpper, Bürgermeister Stefan Rottmann, Staatssekretär Gerhard Eck, DB-Regionalleiter Günther Pichler, Lukas Seufzer (DB).
Von links: Lisa Stelzig (DB), Christkind Selma Brüggemann, Landrat Florian Töpper, Bürgermeister Stefan Rottmann, Staatssekretär Gerhard Eck, DB-Regionalleiter Günther Pichler, Lukas Seufzer (DB).

 

Großer Bahnhof an Schonungens neuem Bahnhaltepunkt

Erster Zughalt nach 31 Jahren

Ein größeres Weihnachtsgeschenk hätte es für die Großgemeinde Schonungen kaum geben können: Mit dem neuen Bahnhof beginnt nun eine neue Ära. Mehr Mobilität, mehr Wohn- und Lebensqualität verspricht sich Bürgermeister Stefan Rottmann aus der Wiederbelebung des Haltepunkts. Der Andrang zur offiziellen Eröffnungsfeierstunde im Rahmen der Schonunger Weihnacht war jedenfalls enorm: Alle wollten dabei sein, wenn nach knapp dreißig Jahren „Dornröschenschlaf“ am historischen Bahnhof der erste Zug symbolisch um 13.10 Uhr hält. Staatssekretär, Landtagsabgeordnete, Landrat, Bürgermeister umliegender Gemeinden, daneben hochrangige Bahnmanager, ja sogar das Christkind sind zu diesem historischen Ereignis gekommen. Während die Mainberger Blaskapelle zum Frankenlied aufspielt trudelt der Zug von Hassfurt kommend langsam ein: Fotos und Handykameras werden gezückt und das Bändchen zur Eröffnung feierlich durchschnitten.

Wie Günther Pichler, Leiter des Regionalbereichs Süd erklärte, investierte die Bahn rund 1,7 Mio. Euro in Bahnsteige, Zuwegung und Oberleitungen. Täglich könnten bis zu 400 Pendler auf 45 Streckenanbindungen Werktags und Wochenende zurückgreifen: Halbstündlich halten Züge, stündlich in jede Richtung. Der Schonunger Bahnhaltepunkt zählt schließlich zu den Modernsten der Region und bindet die Großgemeinde unmittelbar an Bamberg, Schweinfurt und Würzburg an. Berufstätige, Studenten, Urlauber, Reisegruppen und Ausflügler profitieren vom neuen Zustieg und können den Komfort der modernen Züge genießen. In fünf Minuten geht es mit der Bahn zum Haltepunkt Schweinfurt-Mitte, in acht Minuten ist Hassfurt erreicht, in einer guten halben Stunde Würzburg. Der vorab veröffentlichte Fahrplan und die Preistabelle stießen jedenfalls auf ein positives Echo in der Bevölkerung. Am Alban Park stehen schließlich für Pendler ausreichend Parkplätze zur Verfügung und auch die Bushaltestelle ist nur einen Steinwurf entfernt.

Staatssekretär Gerhard Eck gratulierte Schonungen zum neuen Bahnhalt: Die Gemeinde gewinne durch die Anbindung enorm an Attraktivität. Während in anderen Regionen Kommunen damit beschäftigt seien, ihre Infrastruktur mit viel Mühe zu halten oder rückläufige Entwicklungen abzufedern, wurde hier kräftig gebaut und investieren, weil der Bedarf und die Nachfrage es verlangt. Eck lobte das Engagement und die Weitsicht des Gemeinderats sowie des Bürgermeisters: Hier schloss er auch Altbürgermeister Kilian Hartmann und Vorgängergemeinderat mit ein, die maßgeblich an diesem Projekt mitwirkten. Außerdem betonte er die Vorzüge des Bahnfahren’s: Parkplatzsuche, Staus sowie Parkhaus- und Spritkosten gehörten der Vergangenheit an. Bahnfahren sei unheimlich entspannend. In die gleiche Kerbe schlug Landrat Florian Töpper: Schließlich könne man mit dem Bahnhalt Mitte in Schweinfurt bequem Behördengänge beim benachbarten Landratsamt unternehmen.

Dass die Gemeinde über zahlreiche öffentliche Fortbewegungsmittel und Verkehrsanbindungen in alle Himmelsrichtungen verfügt, zählte Bürgermeister Stefan Rottmann auf: Dazu gehöre ein eigener Autobahnanschluss, zwei Bundesstraßen, regelmäßige Busverbindungen, eine Schiffs- und Kanuanlegestelle am Main, sowie ein dichtes Rad- und Wanderwegenetz. „Uns fehlt nur ein Flughafen!“, scherzte Rottmann. Die Großgemeinde habe alles, was man zu einem erfüllten und selbst bestimmten Leben brauche. Eine perfekte Infrastruktur, Stadtnähe, reizvolle Landschaften, kaum Arbeitslosigkeit, viele Einkaufs- bzw. Gastronomieangebote und unzählige Freizeitmöglichkeiten. Nun haben auch Bahnreisende aus nah und fern die Möglichkeit dieses schöne Fleckchen Erde kennen zulernen, ergänzt Rottmann und hofft zur nächsten Schonunger Weihnacht auf viele Bahnreisende.

Wie eng Schonungens Geschichte auch mit der Bahn verwoben ist, zeigte die Ausstellung von Peter Schmitt, Johannes Wittmann und Helmut Gleichmann. Zu sehen gab es zahlreiche Schautafeln aber auch aufwendige Exponate und Modelle, die in mühevoller Handarbeit entstanden sind.

Künftig soll das Umfeld rund um den Bahnhaltepunkt nachhaltig aufgewertet: Der Gemeinderat hat die Planung hierfür bereits angeschoben: Möglicherweise kommt die Gemeinde in den Genuss eines Härtefonds und könnte bis zu 80% Städtebauzuschüsse für das Infrastrukturprojekt bekommen.



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