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27.02.2019

Fahrplanänderung

Runder Tisch in Schonungen.

Am Montag, den 11.März, hat im Rathaus Schonungen ein runder Tisch über die Beschwerden von Eltern bzw. Bürgerinnen und Bürgern in Bezug auf die Fahrplanänderungen vom 11.02.2019 auf den Buslinien 8137 und 8130 stattgefunden.

Neben dem stellvertretenden Schulleiter der Realschule Schonungen, Herrn Trunk, Herrn Bürgermeister Rottmann und seinen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Schonungen, hat das Landratsamt Schweinfurt, das Verkehrsunternehmen H. Metz sowie die Regierung von Unterfranken als Aufsichtsbehörde an dem Termin teilgenommen. Der Elternbeirat der Realschule in Schonungen, als Vertretung der beschwerdeführenden Eltern, war ebenfalls eingeladen, hat jedoch nicht an der Besprechung teilgenommen.

Den Beschwerden liegt eine Fahrplanänderung zugrunde, die vom Busunternehmen Metz beantragt wurde. Die Aufsichtsbehörde, die Regierung von Unterfranken, bestätigt, dass bei den vorliegenden Fahrplanänderungen die Gesetze und Vorschriften eingehalten wurden. Es handelt sich um Fahrplanänderungen auf einer eigenwirtschaftlichen Linie, bei der weder der Aufgabenträger des ÖPNV, das Landratsamt Schweinfurt noch die Gemeinden Einflussmöglichkeiten haben, wenn die Fahrplanänderungen nicht gegen geltende Vorschriften verstoßen.

Die Beschwerden der Fahrgäste und besorgter Eltern bezogen sich sowohl auf die Linie 8137, die Fahrten u. a. von Sennfeld und Gochsheim zur Realschule Schonungen beinhaltet, als auch auf die Linie 8130, in die eine neue Umstiegsbeziehung in Forst integriert wurde. Neben vollen Bussen, oft ohne Sitzplatzmöglichkeit für die Schüler und beengter Platzverhältnisse, wurde in den Beschwerden auch die hieraus resultierende, unzureichende Sicherheitslage thematisiert.

Ein wesentlicher Grund, warum es immer wieder zu dem subjektiven Eindruck überfüllter Busse ohne Sitzplatzmöglichkeit kommt, ist, dass die Busse der neuesten Bauart über mehr Stehplätze als Sitzplätze verfügen. Diese modernen Niederflurbusse (Bj. 2018) des Unternehmens H. Metz sind bereits für den Einsatz als barrierefreie Fahrzeuge optimiert und haben deshalb bauartbedingt mehr Stehplätze. Die Regierung von Unterfranken als Aufsichtsbehörde über den ÖPNV im Landkreis bestätigt, dass es zulässig sei, dass Fahrgäste im ÖPNV stehen müssten. Die vorliegenden Zahlen widerlegen zudem den Eindruck, dass die Busse überfüllt seien. Besetzungsgrade, wie die vorliegenden mit durchschnittlich 75 % Auslastung mit Fahrgästen, seien in der Zeitlage vor und nach Schulbeginn als normal anzusehen. Nach der sechsten Unterrichtsstunde am Freitag, an denen kein Nachmittagsunterricht stattfindet, sind die Busse im Einzelfall bis zu 83 % ausgelastet, was jedoch ebenfalls zulässig sei. Grund für die hohe Auslastung sei die Tatsache, dass alle am Morgen relativ zur selben Zeit in der Schule oder auf der Arbeit sein müssten und am Nachmittag wieder zur selben Zeit nach Hause fahren. Die maximale Fahrgastzahl liegt bei den in der Hauptsache eingesetzten Bussen bei 59 Stehplätzen und 55 Sitzplätzen.

Herr Trunk, der stellvertretende Direktor der Realschule in Schonungen, kann sich nur auf die Aussagen der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und des Elternbeirates beziehen, die vor allem die zu vollen Busse kritisieren. Ihm sei bewusst, dass die subjektive Wahrnehmung und die objektiven Zahlen eine andere Sprache sprechen. Die Sitzplätze würden nicht alle genutzt, zum Teil für Mitschüler freigehalten und durch die Schultaschen, Sportbeutel und Musikinstrumente würde mehr Platz in den Bussen benötigt.

Die Fahrgastzahlen, die das Verkehrsunternehmen Metz gezählt hat, hält Herr Röder von der Regierung von Unterfranken für plausibel. Er hat unabhängig von den Ergebnissen des Landratsamtes, die Zahlen von Herrn Metz mit den Schülerzahlen, die er vom Landratsamt Schweinfurt bekommen hat, verglichen und festgestellt, dass die maximale Kapazität in keinem Fall überschritten werde.

Zu den Sicherheitsbedenken der Eltern kann gesagt werden, dass ein Bus, in dem gestanden werde, nicht schneller fahren darf als 60 Stundenkilometer. Im Durchschnitt fahre der Bus etwa nur 30 Stundenkilometer. Diese Zahlen werden über das GPS Messgerät in den Bussen jeden Tag überprüft. Die eingesetzten Busse verfügen über die modernsten Sicherheits- und Umweltstandards. Bei der Besichtigung im von der Firma Metz bereitgestellten Bus, sind die vorhandene Sicherheitseinrichtungen und entsprechende Haltevorrichtungen gezeigt und erklärt worden. Ein großes Sicherheitsproblem sei die Nutzung des Handys, wenn im Bus gestanden werden müsse. Oft würden die Fahrgäste darauf verzichten, eine der zahlreichen Haltemöglichkeiten zu nutzen, weil das Smartphone mit beiden Händen bedient und zu wenig Aufmerksamkeit darauf verwendet werde, in welcher Verkehrssituation der Bus gerade sei. Schon harmlose Bremsvorgänge könnten so zum Problem werden.

Übereinstimmend wurde beschlossen, künftig durch mehr Aufklärungsarbeit und verbesserte sowie vorauslaufende Kommunikation untereinander die Fahrgäste über anstehende Änderungen besser zu informieren und über rechtliche Gegebenheiten und bestmögliches Verhalten im Bus aufzuklären.

 



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