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08.05.2019

Vollsperrung und großräumige Umfahrung wegen Kanalbaustelle in Marktsteinach

In den letzten Jahren ist Vieles in Bewegung gekommen: Fast an allen Ecken und Enden der Gemeinde wird aktuell gebaut oder gegraben. Alleine zwei Dutzend Projekte und Baustellen betreut die Gemeindeverwaltung um die positive Entwicklung unserer Ortsteile fortzusetzen. Vor allem Infrastrukturprojekte und damit Tiefbaumaßnahmen wie Kanal, Wasser, Glasfaser befinden sich in der Umsetzung.

Ein wesentliches Projekt ist der Bau des Hauptsammler-Kanals in Marktsteinach. Zugegebenermaßen schleppend verlief bisher der Baufortschritt. Gerade der Eingriff in den Untergrund birgt oft unkalkulierbare Risiken, die auch mit Bodengutachten kaum ausgeschalten werden können.

Transparenz und Bürgernähe ist den Gemeindeverantwortlichen sehr wichtig: Gerade auch deshalb wurde zu Beginn der laufenden Maßnahme eine Informationsveranstaltung im Rathaus abgehalten und über Tagblatt, Gemeindeblatt, Facebook, Homepage etc… hierzu eingeladen bzw. fortlaufend informiert. Ende vergangenen Jahres haben Bauverwaltung, Kanalplaner und Bauunternehmen an Ort und Stelle über die technischen Herausforderungen der Baustelle sowie die notwendigen Verkehrseinschränkungen berichtet.

Die Arbeiten für die Kanalbaumaßnahme in Marktsteinach in der Hauptstraße St 2266 wurden durch das Bauunternehmen Ulrich wieder zügig aufgenommen. Ein Ortstermin mit Fachleuten des Bauunternehmens, Polizei, Landratsamt, Ingenieurbüro und Gemeinde hat ergeben, dass ein störungsfreier und sicherer Bauablauf nur mit Vollsperrung weiterhin gewährleistet ist, zumal die Kanalleitung mittig in der Fahrbahn in bis zu 5 Meter Tiefe verläuft bzw. die Straße kreuzt. Um den Durchfluss des Verkehrs zu gewährleisten, müssten Baufahrzeuge ständig ausweichen bzw. aus dem Baufeld rangieren – es bestünde erhöhte Unfallgefahr, für die niemand die Haftung übernehmen kann. Insgesamt wird die Baustelle aber komplexer, weil nun auch Wasserleitungen und andere Ver- und Entsorgungsleitungen in eigenen Gräben mitverlegt und erneuert werden. Außerdem wird die Fahrbahn auf Grund der Bebauung im Fortgang noch enger.

Eine großräumige Umleitung mit Vollsperrung ist derzeit aufgrund der Lage des Kanals und der Enge des Baufelds unumgänglich. Vor allem aber auch um die Sicherheit von Verkehrsteilnehmer und Passanten nicht zu gefährden.

Der Eingriff in den Untergrund birgt viele Risiken, nicht zuletzt, weil Dinge zu Tage treten, mit denen nicht gerechnet werden kann. So wurde kürzlich beispielsweise in der Baugrube das Wrack eines alten Traktors entdeckt und entsorgt. Aktuell befasst sich das Bauunternehmen mit der Verlegung eines überregionalen Glasfaserkabels, das an der Stelle so nicht kartiert bzw. in alten Plänen erfasst war: Hier wurde umgehend der Kontakt zur Telekom hergestellt um das Problem zu lösen. Die Baufirma arbeitet unter Hochdruck daran, dass die Baustelle in den nächsten Tagen bis hinter die Einmündung zur Lindenstraße wandert. Dann ergibt sich innerörtlich für Ortsanlieger wieder eine alternative Umfahrung über die Dorfstraße. Im weiteren Verlauf wird die Hauptstraße durch die umliegende Bebauung enger. Einschränkungen gibt es auch beim ÖPNV: Die Haltestelle „Kirche“ in Marktsteinach ist aktuell nicht anfahrbar, lediglich die Haltestelle „Siedlung“ – durch die Umleitungen könnten sich leichte Verzögerungen beim An- und Abfahren ergeben.

Die Gemeinde bittet aufgrund der Komplexität der Baustelle alle Anwohner und Anlieger um Verständnis und Mithilfe. Vor allem bitten die Gemeindeverantwortlichen alle auswärtigen Bürger die Baustelle großräumig zu umfahren um den Baubetrieb nicht unnötig zu stören. Der überörtliche Verkehr aus Schonungen wird bis zunächst 31. Juli 2019 über die SW 24 – Waldsachsen -  B 303 – Abersfeld – SW 25 sowie in die Gegenrichtung umgeleitet.

Das eigenmächtige Entfernen oder Verändern der Beschilderungen bzw. Absperrungen stellt einen massiven Eingriff in den Straßenverkehr dar, der nicht geduldet werden kann.

Eine weitere Großbaustelle wird die Gemeinde schon in Kürze vergeben: Mit über 2 Mio. Euro Bausumme wird beim Bau des Regenüberlauf- bzw. Regenrückhaltebeckens in Marktsteinach gerechnet, insgesamt investiert die Gemeinde 16 Mio. Euro in eine moderne und leistungsstarke Entwässerungseinrichtung und Kanalisation. Zeitgleich sind Bürgermeister und Rathausverwaltung gerade dabei, sich um weitere beachtliche Förderungen in Millionenhöhe zu bewerben. Hierzu wird in den nächsten Wochen nochmal eine gesonderte Information an die Bürgerinnen und Bürger ergehen.

Für Fragen und weitere Informationen stehen Bürgermeister Stefan Rottmann sowie die Bauverwaltung jederzeit zur Verfügung.



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